{"id":13846,"date":"2022-06-08T10:00:00","date_gmt":"2022-06-08T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2022\/06\/08\/ersteindruck-belle-welcome-to-the-metaverse\/"},"modified":"2023-12-12T22:26:18","modified_gmt":"2023-12-12T21:26:18","slug":"ersteindruck-belle-welcome-to-the-metaverse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2022\/06\/08\/ersteindruck-belle-welcome-to-the-metaverse\/","title":{"rendered":"Ersteindruck &#8211; \u00bbBelle\u00ab \u2013 Welcome to the Metaverse"},"content":{"rendered":"<p><em>Warum immer auf eine Review nach Abschluss der Serie warten, wenn man sich schon nach der ersten Episode beziehungsweise dem ersten Band einen Eindruck bilden kann? Da setzt Ersteindruck an und gibt schon einmal einen Ausblick darauf, ob es sich lohnt, dem Anime oder Manga eine Chance zu geben, oder nicht.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<table style=\"width: 22%; margin-left: 2%; color: #111111;\" align=\"right\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #c375b5;\">\n<td colspan=\"2\" style=\"border: 1px solid #613a5a; padding: 3px; text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Belle-Kinoposter.jpg\" alt=\"Spy x Family\" width=\"100%\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\">Titel:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Belle<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\"><span>Genre:<\/span><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Romance, Sci-Fi, Coming of Age<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\">Studio:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Studio Chizu<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\">Jahr:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">2021<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\">Laufzeit:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">122 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\">Publisher:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">KSM Anime<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\">Kinostart:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">am 9. Juni im Kino<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4testens nach Mark Zuckerbergs Pr\u00e4sentation zur Neuausrichtung Facebooks war der Begriff Metaverse in aller Munde. Dennoch: Viele Firmen haben bereits ihre eigenen Gedanken und Pl\u00e4ne hierzu mehr oder minder ver\u00f6ffentlicht. Umso mehr freute ich mich zu h\u00f6ren, dass auch Mamoru Hosoda als jemand, der sich gleicherma\u00dfen f\u00fcr Technik wie menschliche Beziehungen interessiert, dieses Thema in seinem neusten Film aufgreift. Doch wie sieht sein Entwurf aus und wie ist er zu bewerten?<\/p>\n<p><em>(Zusammenfassung)<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIn U kannst du ein neues Leben beginnen. AS ist deine zweite Identit\u00e4t. Im echten Leben gibt es keinen Neustart, in U schon. Hier kannst du die Welt retten.\u00ab<\/p>\n<p>Mit diesen Worten begr\u00fc\u00dft eine sanfte Computerstimme den Zuschauer in \u00bbBelle\u00ab. U ist hierbei eine k\u00fcnstliche Welt, ein Metaverse, in dem sich 5 Milliarden Menschen bereits angemeldet haben und ihr zweites Leben verbringen. Der Avatar \u2013 AS genannt \u2013 wird hierbei automatisch anhand der biometrischen Daten des Nutzers erstellt und l\u00e4sst sich nicht ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die 17-j\u00e4hrige Suzu lebt mit ihrem Vater im l\u00e4ndlichen Japan. Bereits fr\u00fch lernte sie den Umgang mit dem Smartphone und lebte sich in Musik-Apps k\u00fcnstlerisch aus. Doch der pl\u00f6tzliche Tod ihrer Mutter w\u00e4hrend eines Taifuns st\u00fcrzte sie in eine tiefe Trauer. Von dem Versprechen gelockt, in U ein neues Leben beginnen zu k\u00f6nnen, \u00f6ffnet sie schlie\u00dflich eines Tages die App und versucht, sich anzumelden. Sie staunt nicht schlecht, als ihr ein wundersch\u00f6ner AS erstellt wird, der sie stark an ihre bildh\u00fcbsche und beliebte Mitsch\u00fclerin erinnert.<\/p>\n<p>Nach einer spontanen Gesangseinlage wird Suzu quasi \u00fcber Nacht zum gefeierten Popstar von U. Sie kann es nicht fassen, dass pl\u00f6tzlich alle Augen auf sie gerichtet sind und sie ihre Liebe f\u00fcr die Musik, welche die Beziehung zwischen ihr und ihrer Mutter so gepr\u00e4gt hat, wieder ausleben kann. Doch eines Tages taucht w\u00e4hrend eines Konzerts ihres Avatars Bell ein mysteri\u00f6ses Biest auf. Sie ist von dessen Zerst\u00f6rungsdrang so fasziniert, dass sie unbedingt herausfinden m\u00f6chte, was es mit dieser Person und ihrem unb\u00e4ndigen Hass auf sich hat.<\/p>\n<p><small>eigene Beschreibung<\/small><\/p><\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/plus.png\" alt=\"Plus\" width=\"20\" style=\"float: left; margin-top: 5px;\" border=\"0\" \/><span style=\"font-size: 16pt;\">&nbsp;Die bessere Neuverfilmung von \u00bbDie Sch\u00f6ne und das Biest\u00ab?<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem emotionalen Start rund um den Tod von Suzus Mutter und die sowohl psychischen als auch zwischenmenschlichen Probleme, die das junge M\u00e4dchen seither mit sich herumtr\u00e4gt, entwickelt sich \u00bbBelle\u00ab schnell zu einer modernen Fassung von \u00bbDie Sch\u00f6ne und das Biest\u00ab. Regisseur Hosoda selbst r\u00e4umte in Interviews ein, wie stark er sich an Disneys Klassiker orientierte. Dies spiegelt sich am st\u00e4rksten im Schloss des Biests wider. Die sprechenden Gegenst\u00e4nde wurden durch kleine AIs ersetzt, der Treppenaufgang ist komplett identisch und auch die ber\u00fchmte Tanzszene im Ballsaal wurde \u00fcbernommen. Davon abgesehen erinnern Bells Kleidung und ihre Frisur stark an ebenjene sch\u00f6ne Bauerntochter Belle. F\u00fcr den Film arbeitete man schlie\u00dflich auch mit dem Charakterdesigner Jin Kim zusammen, der bereits an Disneys \u00bbDie Eisk\u00f6nigin\u00ab, \u00bbRapunzel\u00ab und \u00bbVaiana\u00ab mitwirkte. Das Schloss selbst wurde von Isamu Kamikokuryu designt, einem der Art Director von \u00bbFinal Fantasy XII\u00ab, \u00bbFinal Fantasy XIII\u00ab und \u00bbFinal Fantasy XV\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hosoda sagte, dass ihn an der Geschichte vor allem der Gegensatz fasziniert: Etwas H\u00e4ssliches kann innerlich doch sch\u00f6n sein. Im Gegensatz zu modernen Neuverfilmungen der alten Disney-Klassiker wirkt \u00bbBelle\u00ab hier wie eine gelungene Neuinterpretation, welche sich moderner Animationstechniken bedient und einen deutlich st\u00e4rkeren Bezug zur Lebensrealit\u00e4t heutzutage herstellen kann als die Geschichte eines Bauernm\u00e4dchens aus dem 18. Jahrhundert. Die Verbindung der virtuellen M\u00e4rchenwelt mit modernen Themen wie h\u00e4uslicher Gewalt schafft einen Spagat, der Disney selten und wenn, dann nur oberfl\u00e4chlich gelingt.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16pt;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/plus.png\" alt=\"Plus\" width=\"20\" style=\"float: left; margin-top: 5px;\" border=\"0\" \/>&nbsp;Zwei Welten, zwei Stile<br \/>\n<\/span><\/p>\n<table style=\"width: 66%; margin-right: 2%;\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Belle03.jpg\" alt=\"Belle - Screenshot 1\" width=\"100%\" \/>\u00a92021 Studio Chizu<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Untermalt wird die Atmosph\u00e4re des Films von zwei Welten \u2013 der realen und der virtuellen \u2013, die unterschiedlicher nicht aussehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend in der realen Welt wundersch\u00f6ne handgezeichnete Hintergr\u00fcnde prangen, welche das japanische Alltags- und Schulleben illustrieren, ist die virtuelle Welt sehr abstrakt und surreal gehalten. Dies wird nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass man sich in U f\u00fcr einen 3D-gest\u00fctzten Animationsstil entschieden hat. Dieser ist in dezentem, noch sehr zweidimensional wirkenden CGI gehalten, was sich dennoch deutlich vom klassischen 2D der Alltagsszenen, wie man es sonst aus Anime kennt, abgrenzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hosoda verdeutlicht damit die visuellen Unterschiede beider Welten, zeigt jedoch auf einer inhaltlichen Ebene auch, dass diese sich immer weiter angleichen. Das Internet beziehungsweise in diesem Fall das Metaverse verschwimmt immer mehr mit unserem echten Leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/minus.png\" alt=\"Minus\" width=\"20\" border=\"0\" \/>&nbsp;<span style=\"font-size: 16pt;\">Ist U das Metaverse? Oder ist das Metaverse U?<br \/>\n<\/span><\/p>\n<table style=\"width: 66%; margin-left: 2%;\" align=\"right\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Belle02.jpg\" alt=\"Belle - Screenshot 2\" width=\"100%\" \/>\u00a92021 Studio Chizu<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hosoda selbst sagt, er wisse um die Zweischneidigkeit des Internets.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIn sehr vielen Filmen wird dieses Thema als Dystopie dargestellt und es sind immer negative Zukunftsvisionen damit verbunden. Ich wollte [\u2026] zeigen, dass soziale Netzwerke auch etwas Positives bewirken k\u00f6nnen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese positivistische Haltung wird gerade gegen Ende von \u00bbBelle\u00ab sehr deutlich. In den Anfangsszenen sieht man hingegen Beispiele f\u00fcr typischen Internet-Gossip rund um angesagte Virtual Singer wie Peggy Sue, welche vor Bell die wohl bekannteste S\u00e4ngerin in U war. Auch wird Bell selbst mit viel Verachtung in der Welt begr\u00fc\u00dft. Man ignoriert sie und wirft ihr Aufmerksamkeitshascherei vor. Dies \u00e4ndert sich erst, nachdem ein Musikclip von ihr viral geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier wird die japanische Online-Community von ihrer toxischen Seite gezeigt. <a href=\"https:\/\/english.kyodonews.net\/news\/2022\/01\/18f8326b9900-japan-was-top-tweet-removal-requestor-in-1st-half-of-2021-twitter.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zahlen von Twitter<\/a> zufolge \u00fcberholte Japan 2021 erstmals die USA, was die H\u00f6he der L\u00f6schantr\u00e4ge f\u00fcr Tweets auf der Plattform angeht. Hate Speech scheint somit auch in Japan eine gro\u00dfe Rolle zu spielen und fand deshalb auch Einzug in Hosodas Werk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der anderen Seite betont der Film, dass die virtuelle Realit\u00e4t neue Stars hervorbringt und somit f\u00fcr grenzenlose M\u00f6glichkeiten und einen \u00fcberraschenden sozialen Aufstieg steht. Der AS als neue Identit\u00e4t soll gleiche Chancen beim Neuanfang erm\u00f6glichen, so Hosoda.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbMan wird sozusagen durch das System \u00fcberrascht, weil man selbst keinen Einfluss hat. Es wird eine versteckte Seite von sich selbst widergespiegelt. Der Grund, warum dieses System so funktioniert, ist, dass jeder User sich noch einmal neu entdecken kann. Man sieht, wie Suzu sich selbst immer wieder als Belle in der Avatar-Welt wiederfindet. [&#8230;] Sie wird von ihrem Avatar inspiriert und ihre versteckten positiven Seiten kommen dadurch zum Vorschein. Damit l\u00e4sst sich das System von \u201eU\u201c ganz gut erkl\u00e4ren und wozu es gut sein kann.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei all dem Optimismus, welcher hinter dieser Message steckt, ist U jedoch weit entfernt, den Traum von einem selbstbestimmten Leben in einer neuen Welt wahr werden zu lassen. Ein Avatar, der vorgeschrieben wird und im Fall von Bell noch dazu wunderh\u00fcbsch ausf\u00e4llt, verschafft Nutzern auch hier einen Startvorteil. Dagegen sieht man viele andere Nutzer, die als seltsam anmutende, am\u00f6benartige Wesen oder sogar als beleidigtes Baby sich in der digitalen Welt bewegen. Dies stimmt weniger optimistisch als vielmehr machtlos. Auch in U gilt wie in der realen Welt die Gnade der Geburt, da die Avatare nun einmal anhand der biometrischen Daten geschaffen werden. Letzten Endes entscheidet ein Algorithmus dar\u00fcber, was als sch\u00f6n und was als h\u00e4sslich gedeutet wird. Die aufmerksamkeitshaschende, \u00e4ltere Frau mit dem beschriebenen Baby-Avatar ist hierf\u00fcr ein perfektes Beispiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die f\u00fcnf Voices, welche als Gr\u00fcnder von U gelten, bleiben dabei im Verborgenen. Es gibt keinerlei Einsicht in das System und den Algorithmus zur Avatar-Erstellung. Parallelen zu unserer aktuellen Internetlandschaft sind offensichtlich. Auch der Slogan von U \u00bbHier kannst du die Welt retten\u00ab, vorgetragen von einer typischen weiblichen Werbe-Stimme, erweckt weniger den Anschein einer sch\u00f6nen Utopie als den nach gutem Marketing.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16pt;\">Fazit:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbBelle\u00ab ist ein Hosoda-Film, wie man ihn kennt. Eine Protagonistin, die in einem detailliert gezeichneten modernen Landhaus lebt. Wunderbar authentische, teils Fremdscham hervorrufende Alltagssituationen vor detaillierten 2D-Hintergr\u00fcnden, welche die Sch\u00f6nheit Japans hervorbringen. Dazu ein Soundtrack, der mit der Emotionalit\u00e4t und dem Pomp moderner Disney-Filme mithalten kann und Gef\u00fchle sowie Lebenssituationen musikalisch verarbeitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn der Film \u2013 seinem Referenzwerk geschuldet \u2013 letztlich eine leicht kitschige Liebesgeschichte erz\u00e4hlt und dabei viel Optimismus und Sch\u00f6ne-neue-Welt-Charme verspr\u00fcht, so bleibt doch ein Hauch von Naivit\u00e4t zur\u00fcck. Die moderne Welt ist kein Disney-Film und befl\u00fcgelt von dieser Geschichte schl\u00e4gt man allzu schnell auf den harten Boden der Realit\u00e4t auf. Eine etwas realit\u00e4tsn\u00e4here aber dennoch hoffungsvolle Zukunftsvision w\u00e4re mir lieber gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hosoda selbst meinte in einem Interview, er wolle mit diesem Film seiner heranwachsenden Tochter einen Hoffnungsschimmer f\u00fcr die Zukunft mitgeben. \u00bbBelle\u00ab zeichnet jedoch keine Zukunft, in der jeder alles erreichen und entschlossen seinen Weg gehen kann. Vielmehr sind auch hier die Protagonisten Gefangene ihrer Umst\u00e4nde und durch diese pr\u00e4destiniert. Ob sich am Ende wirklich etwas f\u00fcr die Charaktere ver\u00e4ndert hat, l\u00e4sst der Film bewusst offen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund w\u00fcrde ich den Film nicht als Leitfaden f\u00fcr die Jugend sehen. Er liefert der jungen Generation keine Anleitung, wie sie die Herausforderungen der Zukunft meistern kann. Daf\u00fcr ist die Message von \u00bbBelle\u00ab nichts weiter als ein Kalenderspruch und dessen virtuelle Welt nur eine weitere Kopie der realen. Eine konkrete Lebensweisheit bleibt Hosoda uns weiterhin schuldig und ich hoffe, seine Tochter wird uns diese irgendwann nachreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_nonfilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum immer auf eine Review nach Abschluss der Serie warten, wenn man sich schon nach der ersten Episode beziehungsweise dem ersten Band einen Eindruck bilden kann? 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