{"id":13570,"date":"2020-11-22T15:27:01","date_gmt":"2020-11-22T14:27:01","guid":{"rendered":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2020\/11\/22\/anime-review-gleipnir-steig-in-mich-hinein-clair\/"},"modified":"2023-12-26T20:25:53","modified_gmt":"2023-12-26T19:25:53","slug":"anime-review-gleipnir-steig-in-mich-hinein-clair","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2020\/11\/22\/anime-review-gleipnir-steig-in-mich-hinein-clair\/","title":{"rendered":"Anime-Review: Gleipnir &#8211; Steig in mich hinein, Clair!"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<table style=\"width: 22%; margin-left: 3%; color: #111111;\" align=\"right\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #4eba86;\">\n<td colspan=\"2\" style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px; text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/106565l.jpg\" alt=\"Gleipnir - Cover\" width=\"100%\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #a6dcc2;\">Titel:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-left: 0px; padding: 3px;\">Gleipnir<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #a6dcc2;\"><span>Genre:<\/span><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-left: 0px; padding: 3px;\">Action, Ecchi<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #a6dcc2;\">Studio:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-left: 0px; padding: 3px;\">Pine Jam<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #a6dcc2;\">Release:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-left: 0px; padding: 3px;\">2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #a6dcc2;\">Episoden:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-left: 0px; padding: 3px;\">13 \u00e0 24 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #a6dcc2;\">Publisher:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-left: 0px; padding: 3px;\">Wakanim<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #a6dcc2;\">Preis:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; border-left: 0px; padding: 3px;\">im Abo<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die letzten Jahre hat sich das Ecchi-Genre, wenn man es denn wirklich als solches bezeichnen m\u00f6chte, deutlich ge\u00e4ndert. Mit Feminismus, w\u00fcrde ich sagen, hat diese Entwicklung aber nichts zu tun. Denn die Serien, die sich zu 100 Prozent auf nackte Haut verlassen, sind um einiges extremer geworden. Ich meine, so etwas wie \u00bbInterspecies Reviewers\u00ab ist mehr als nur an der Grenze zu Hentai, bei \u00bbPeter Grill and the Philosopher\u2019s Time\u00ab geht es auch nur darum, dass die weiblichen Figuren auf den Schweif des Protagonisten springen wollen und bei \u00bbSuper HxEros\u00ab m\u00fcssen die Hauptfiguren ihre erotischen Kr\u00e4fte entfesseln, um gegen Libido-verschlingende Monster anzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr sind Ecchi-Elemente in allen anderen Arten von Anime deutlich seltener geworden. Wenn ich Anime-Datenbanken wie MyAnimeList durchforsche, f\u00e4llt mir auf, dass heutzutage deutlich weniger Anime dem Ecchi-Genre auf der Webseite zugeordnet werden als noch vor 10 Jahren, wo Pantyshots in Anime weitaus h\u00e4ufiger an der Tagesordnung waren. Allgemein w\u00fcrde ich das eigentlich als positive Entwicklung bezeichnen. Anime bekommen so weniger &#8222;harmlosen&#8220; Fanservice reingezwungen, was sicher auch das Schauen f\u00fcr Frauen angenehmer gestaltet. Gleichzeitig bekommen die Leute, die ihre Banane sch\u00e4len wollen, sich aber nicht an Hentai trauen, Titel, die durchaus extremer sind als zuvor, ohne halt gleich so seltsame &#8222;Geschichten&#8220; zu erz\u00e4hlen wie Hentai. Und dann kommt da \u00bbGleipnir\u00ab an und hat diese Entwicklung irgendwie verschlafen. Pantyshots, die Kamera bei Reverse-Shots flei\u00dfig auf weibliche Hintern gerichtet, die Br\u00fcste oft entbl\u00f6\u00dft, ohne sich zu trauen, die Nippel zu zeigen. Ist \u00bbGleipnir\u00ab also einfach nur ein Anime, der im Jahr 2010 festgehangen ist? Finden wir es heraus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>(Zusammenfassung)<\/em><\/p>\n<blockquote>\n<p>Shuichi Kagaya ist so unauff\u00e4llig, wie ein Obersch\u00fcler nur sein kann. Was aber keiner wei\u00df: Er kann sich in ein Monster verwandeln \u2013 in einen gro\u00dfen Pl\u00fcschhund mitsamt der M\u00f6glichkeit, den Rei\u00dfverschluss am R\u00fccken zu \u00f6ffnen. Er hat keine Ahnung, wieso er diese F\u00e4higkeit hat.<\/p>\n<p>Bei einem n\u00e4chtlichen Spaziergang f\u00e4llt ihm ein Feuer in der Ferne auf. Eine Scheune brennt und darin liegt ein bewusstloses M\u00e4dchen namens Clair Aoki. Mithilfe seiner F\u00e4higkeit rettet Shuichi sie, verliert dabei jedoch sein Handy, wodurch Clair letzten Endes wei\u00df, wer ihr Retter ist. Clair droht, Shuichis Geheimnis zu erz\u00e4hlen, sollte er ihr nicht dabei helfen, ihre Schwester zu finden, die sich in ein Monster verwandelte und ihre Eltern umbrachte. Shuichi willigt ein.<\/p>\n<p>Auf ihrer Suche h\u00e4lt Clair Shuichi buchst\u00e4blich fest im Griff. Shunichis Monsterform erlaubt es ihr n\u00e4mlich, ihn von innen heraus zu lenken. Schon bald darauf finden beide heraus, dass ein Alien auf die Erde gest\u00fcrzt ist und den Menschen W\u00fcnsche erf\u00fcllt, wenn sie ihm eine seiner M\u00fcnzen bringen, was dazu f\u00fchrt, dass sich in der Gegend immer mehr Individuen in Monster verwandeln und eine Art t\u00f6dlichen Wettkampf um die M\u00fcnzsuche austragen.<\/p>\n<p><small>eigene Beschreibung<\/small><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Handlung &amp; Charaktere<\/span><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/characters1-10.jpg\" alt=\"\" style=\"width: 50%;\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/story2-11.jpg\" alt=\"\" style=\"width: 50%;\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich muss zugeben, dass ich mit sehr geringen Erwartungen an diese Serie herangegangen bin, denn auf den ersten Blick sieht sie nach einer eher typischen Serie aus, die brutale Gewalt f\u00fcr Schockmomente ausschlachtet \u2013 so wie ein \u00bbMirai Nikki\u00ab zum Beispiel. \u00dcberraschenderweise hat \u00bbGleipnir\u00ab jedoch interessante Konzepte und Figuren zu bieten. So gef\u00e4llt mir zum Beispiel wie die Figuren am Anfang der Serie noch ihre F\u00e4higkeiten erforschen. Das betrifft nicht nur unsere beiden Protagonisten, nein, auch die ersten paar Gegner sind noch dabei, herauszufinden, was genau sie k\u00f6nnen, indes sp\u00e4tere Begegnungen mit Feinden diesen Aspekt eher fallen lassen \u2013 immerhin beherrschen zu diesem Zeitpunkt in der Story auch die Gegner ihre F\u00e4higkeiten schon l\u00e4nger. Auch die Abwechslung in den F\u00e4higkeiten und wie sie durchdacht sind, ist durchaus clever: Menschen, die mit vagen Vorstellungen zu dem Alien gehen, bekommen eventuell nicht ganz die F\u00e4higkeit, an die sie gedacht haben. Gleichzeitig hat jemand wie Sayaka Koyanagi, die Anf\u00fchrerin einer Gruppe, zu denen unsere Hauptfiguren sp\u00e4ter hinzusto\u00dfen, eine \u00e4u\u00dferst spezifische F\u00e4higkeit, die sie aufgrund eines sehr spezifischen Wunsches erhielt, der sich gleichzeitig auf ihre tragische Hintergrundgeschichte bezieht. Die F\u00e4higkeit von Shuichi hat in der Hinsicht auch noch weitere interessante Implikationen, da mit ihr ein gewisses Metanarrativ kommt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Protagonisten dieser Art Anime sind oft als Hausschuhe gedacht, in die der Zuschauer schl\u00fcpfen kann \u2013 sie sind meist die uninteressanteste Figur, da alle Nebenfiguren weitaus tiefgr\u00fcndiger sind. So finde ich es spannend, dass es seine F\u00e4higkeit zul\u00e4sst, dass jemand anderes in ihn schl\u00fcpft und effektiv die Kontrolle \u00fcber ihn \u00fcbernimmt, wodurch er anfangs mehr als Ventil f\u00fcr Clair fungiert. Was der Anime erw\u00e4hnt, aber nicht weiter erkundet, ist, dass Clairs und Shuichis Verbindung im Laufe der Zeit schw\u00e4cher wird, da Shuichi anf\u00e4ngt, sich zu ver\u00e4ndern. Je mehr Shuichi einen Charakter bekommt, desto schw\u00e4cher wird seine Verbindung zu der kaltherzigen Clair, die psychopathische Z\u00fcge aufweist. Es wirkt fast schon wie eine direkte Kritik auf \u00bbMirai Nikki\u00ab. Zeitgleich muss ich sagen, dass ich die finalen Twists rund um Shuichi echt gelungen finde. Dinge, die schon l\u00e4ngst gekl\u00e4rt wirkten, werden noch mal in ein v\u00f6llig anderes Licht ger\u00fcckt und auch narrative Konventionen, wie dass man Shuichis Familie nie zu Gesicht bekommt, werden clever ausgenutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Figuren an sich, rein charakterlich, sind dabei gar nicht mal so gut. Viele werden relativ oberfl\u00e4chlich behandelt \u2013 daf\u00fcr hat die Serie auch einfach einen zu gro\u00dfen Cast und mit 13 Episoden eben nicht genug Zeit, auf alle gen\u00fcgend einzugehen. Besonders die tragische Rolle von Clairs Schwester h\u00e4tte ich zu gerne noch weiter erforscht gesehen und auch \u00fcber Chihiro Yoshioka, ein M\u00e4dchen aus der M\u00fcnzsammler-Gruppe unserer Protagonisten, h\u00e4tte ich gerne mehr gewusst, da ich ihre Position zwischen den Fronten eigentlich interessant fand. Selbst Shuichis Entwicklung \u00fcber die Serie ist nicht die Besonderste: Ein Loser, der zum kaltbl\u00fctigen Killer wird, ist mittlerweile ein bekanntes Klischee. Nur Clair weist Spuren interessanter Charakterentwicklung auf. So ist sie doch um einiges liebenswerter, als man am Anfang vielleicht noch denken mag, wo sie unseren Protagonisten erpresst und mit Leichtigkeit ein anderes Monster umbringt. Gerade ihre Beziehung mit Shuichi finde ich sogar recht gut, da sie mit der Zeit beginnt, seine humaneren Einstellungen zu \u00fcbernehmen, was sogar sp\u00e4ter daf\u00fcr sorgt, dass sie sich unwohl dabei f\u00fchlt, Leute umzubringen, w\u00e4hrend Shuichi mehr und mehr versucht, an ihrer St\u00e4rke etwas zu entgegnen. Wir haben in dieser trashig und edgy erscheinenden Serie doch tats\u00e4chlich ein gutes Beispiel f\u00fcr eine gesunde Beziehung. Ja, ich h\u00e4tte es auch nicht gedacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch wenn die Serie mehrere starke weibliche Figuren pr\u00e4sentiert, zeigt sie sich definitiv nicht feministisch. Ja, wir kommen nicht drum herum \u00fcber den Fanservice zu sprechen. Es gibt keine charmante Art Fanservice zu pr\u00e4sentieren. Wie man es dreht und wendet, es bleibt sexistisch. Die weibliche Figur wird in jedem Fall auf ihre Geschlechtsmerkmale und Unterw\u00e4sche reduziert. Wobei Kontext selbstredend eine wichtige Rolle spielt: \u00bbLupin The Third: The Woman Called Fujiko Mine\u00ab schafft es zum Beispiel, eine Menge nackte Haut erotisch zu pr\u00e4sentieren, ohne dabei sexistisch zu sein, da diese Handlungen von der starken Protagonistin Fujiko Mine ausgehen, die ihre weiblichen Reize als Waffe gegen M\u00e4nner nutzt. \u00bbGleipnir\u00ab selbst ist eher eine bunte Mischung, was das angeht. W\u00e4hrend jemand wie Clair sich ziemlich bewusst nackt pr\u00e4sentiert, ist Chihiro eher unschuldig. Es w\u00fcrde kaum zu ihrem Charakter passen, wenn sie sich komplett auszieht, um in Shuichi zu steigen. Das tun \u00fcbrigens die weiblichen Figuren, weil es so warm in ihm ist, aber wir wissen alle, dass der Autor nur eine Ausrede brauchte, um die M\u00e4dchen auszuziehen. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Fanservice in der Show ist jedoch recht harmlos, eher pubert\u00e4r und d\u00e4mlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich empfand es in den meisten Situation nicht als st\u00f6rend, aber es gibt eine Ausnahme, \u00fcber die ich reden m\u00f6chte: Sayaka, besagte Anf\u00fchrerin der Gruppe, der unsere Hauptfiguren beitreten, ist lesbisch. Mit ihrer F\u00e4higkeit kann sie Menschen dazu zwingen, Geheimnisse f\u00fcr sich zu behalten, da sie sonst get\u00f6tet werden. Sie l\u00e4sst nur Leute in ihre Gruppe, den sie diesen Fluch auferlegt hat. Als Clair sich entschlie\u00dft, dem Ritual beizuwohnen, gehen sie und Sayaka in ein Hinterzimmer. Sayaka f\u00e4ngt an sich auszuziehen, bringt Clair dazu sich auf ein Bett zu legen und legt sich \u00fcber sie. Clair meint, \u00bbWir kennen uns doch noch kaum. Sollten wir das wirklich tun?\u00ab, worauf Sayaka wieder von ihr heruntersteigt. Danach beginnt sie das eigentliche Ritual. Der Gag ist ehrlich gesagt schon ein bisschen witzig und ich finde es in diesem speziellen Fall gar nicht mal so schlimm, dass man ihre Sexualit\u00e4t sofort mit Sex in Verbindung bringt, da \u00bbGleipnir\u00ab sowieso die ganze Zeit recht sexualisiert ist. Auch wird Sayaka im Laufe des Anime nicht nur darauf beschr\u00e4nkt, lesbisch zu sein. Die Szene ist nur leider nicht, worauf ich hinaus wollte. Die Gruppe trifft sp\u00e4ter auf ein Reihe sehr starker Gegner. Unter ihnen ein Typ, der auch recht viele Arme in seiner Monsterform besitzt. Diese nutzt er, um Sayaka zu greifen und \u00fcberall an ihr rumzufummeln. Nicht nur ist das Klischee des gro\u00dfen Tentakelviechs verbraucht, ich empfinde es als unfassbar problematisch, dass eine sehr wahrscheinlich heterosexuelle Figur eine lesbische Figur sexuell bel\u00e4stigt und ihr damit seine Sexualit\u00e4t aufzwingt. Das h\u00e4tte einfach nicht sein m\u00fcssen. Das ist geschmacklos!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_halffilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_nonfilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Animation<\/span><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/animation1-11.jpg\" alt=\"\" style=\"width: 50%;\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/animation2-11.jpg\" alt=\"\" style=\"width: 50%;\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Studio Pine Jam ist in meinen Augen ein recht sympathisches, kleines Studio. Ihre Webseite ziert sogar das Rezept f\u00fcr ebenjene Pine Jam. Dementsprechend war ich froh, nach drei Jahren endlich einen neuen Anime von ihnen zu sehen. So eine gro\u00dfe Spanne zwischen den Projekten erscheint euch seltsam? In der Vergangenheit hatte Pine Jam einiges an Problemen bei ihren Produktionen. In 2017 haben sie zum ersten Mal die Rolle des Leitstudios bei zwei Vollzeit-Anime \u00fcbernommen: \u00bbGamers!\u00ab und \u00bbJust Because!\u00ab. Bei \u00bbGamers!\u00ab wurden einmal zwei Episoden au\u00dfer Reihenfolge ausgestrahlt, weil die Episode, die vorher erscheinen sollte, noch nicht fertig war. Das direkt darauffolgende \u00bbJust Because!\u00ab traf es jedoch weitaus schlimmer. Die Animationsqualit\u00e4t der Serie schwankte von Minute zu Minute, nein, eher sogar von Cut zu Cut. Das lag daran, dass der Regisseur jede einzelne Zeichnung absegnen wollte, da er das Character Acting f\u00fcr die Serie als besonders wichtig empfand. Character Acting beschreibt, wenn eine gezeichnete Figur Emotionen ausdr\u00fcckt wie ein Schauspieler \u2013 also weitaus nuanciertere Bewegungen und Mimiken dargestellt werden. Diese Herangehensweise ist jedoch, besonders f\u00fcr ein weniger erfahrenes, kleines Studio, so gut wie unm\u00f6glich zu handhaben. Nach \u00bbJust Because!\u00ab verschwand das Studio f\u00fcr eine Zeit lang von der Bildfl\u00e4che. Nun waren sie im April 2020 mit \u00bbGleipnir\u00ab wieder im TV unterwegs, ohne vorher ihr Team zweiteilen zu m\u00fcssen, um gleich zwei Vollzeit-Anime zu produzieren. Mit der ganzen Vorgeschichte aus dem Weg: Wie gut sieht Gleipnir nun aus?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Relativ gut, w\u00fcrde ich jetzt mal sagen. Das Character Acting ist hier nicht unbedingt besonders herausstechend, aber konsistent gut. Daf\u00fcr sind die Charakterdesigns, besonders bei den Haaren, relativ komplex f\u00fcr so eine TV-Produktion. Diese stammen von Takahiro Kishida. Er ist schon seit Anfang der 90er als Key-Animator unterwegs und auch die Charakterdesigns bei \u00bbHaikyu!!\u00ab, \u00bbSerial Experiments Lain\u00ab, \u00bbDurarara!!\u00ab und \u00bbBaccano!\u00ab gehen auf sein Konto. Man darf nicht vergessen, dass umso komplexer ein Design ist, desto aufwendiger ist es, es zu animieren. Daher finde ich die Animationsqualit\u00e4t f\u00fcr die Komplexit\u00e4t der Designs eigentlich ganz angemessen. Bei K\u00e4mpfen aber dreht \u00bbGleipnir\u00ab ordentlich auf. Zwar gibt es davon nur eine Handvoll, da die Serie sich besonders aufs Taktieren konzentriert, aber wenn es mal zur Sache geht, kommen fette Smears kombiniert mit guter Kampfchoreografie an den Start. Insgesamt ist die Serie optisch wirklich gut, nur hat es auch hier nicht so ganz funktioniert mit der Konsistenz \u2013 zumindest gegen Ende. Szenen aus dem Manga werden ausgelassen oder anders angeordnet, was f\u00fcr recht verwirrende Momente sorgen kann \u2013 vor allem, wenn mehrere Figuren einfach off-screen sterben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_halffilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_nonfilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Sound<\/span><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/sounds1-8.jpg\" alt=\"\" style=\"width: 50%;\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/sounds2-8.jpg\" alt=\"\" style=\"width: 50%;\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Soundtrack der Serie stammt von Ry\u014dhei Sataka, der bereits seit 2009 an vielen Anime-Soundtrack mitgewirkt hat, aber erst 2018 bei \u00bbRelease the Spyce\u00ab zum ersten Mal die Rolle des Lead-Composers annahm. \u00bbGleipnir\u00ab ist sein zweites Mal im Zentrum der Aufmerksamkeit und was er diesmal ablieferte, ist definitiv etwas Anime-un\u00fcblich. EDM ist kein weitverbreitetes Genre in Anime. Spontan fallen mir nur die wundervolle Musik in \u00bbTonkatsu DJ Agetar\u014d\u00ab, Teddyloids Soundtrack zu \u00bbPanty &amp; Stocking with Garterbelt\u00ab und \u00bbSpace Patrol Luluco\u00ab ein. Dementsprechend bin ich von den nicen Beats, die es in \u00bbGleipnir\u00ab zu h\u00f6ren gibt, positiv \u00fcberrascht \u2013 vor allem, weil in Kampfszenen ein Badass-Gef\u00fchl vermitteln. Gro\u00dfe Ohrw\u00fcrmer sind jedoch nicht dabei. Die Musik geht einmal ins Ohr, klingt ganz cool, verliert sich danach aber wieder sofort, weil sie nicht sonderlich tief mit der Geschichte verwoben ist \u2026 und beim Voice Acting kann ich mich jetzt auch nicht an besondere Highlights erinnern. Negativ fiel es mir aber auch nicht auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_halffilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_nonfilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Fazit<\/span><\/strong><\/p>\n<table style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #4eba86;\">\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\"><strong><span style=\"color: #ffffff;\">Handlung:<\/span><\/strong><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\"><strong><span style=\"color: #ffffff;\">Charaktere:<\/span><\/strong><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\"><strong><span style=\"color: #ffffff;\">Animation:<\/span><\/strong><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\"><strong><span style=\"color: #ffffff;\">Sound:<\/span><\/strong><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\"><strong><span style=\"color: #ffffff;\">Gesamt:<\/span><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\">7 \/ 10<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\">7 \/ 10<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\">7 \/ 10<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\">7 \/ 10<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px;\">70 \/ 100<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbGleipnir\u00ab mag auf den ersten Blick wie ein edgy und auch Ecchi-Anime aus Anfang der 2010er wirken, der versucht von so etwas wie \u00bbMirai Nikki\u00ab abzugucken. Doch zum Gl\u00fcck ist er zumindest mehr als das. Die Serie besticht mit einer interessanten Bindung zwischen den Hauptfiguren und einer Menge spannenden Ideen, die leider durch dumme Pantyshots untergehen und dadurch, dass die Serie schlichtweg seine Zeit nicht gut genug nutzt. Abraten w\u00fcrde ich von \u00bbGleipnir\u00ab nicht \u2013 gerade wenn man auf Action steht. Schauen muss man ihn aber auch nicht unbedingt.<\/p>\n<table style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #4eba86;\">\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 8px; text-align: center; width: 50%;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/plus.png\" alt=\"Plus\" width=\"55\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 8px; text-align: center; width: 50%;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/minus.png\" alt=\"Minus\" width=\"55\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px; width: 50%;\">\n<ul>\n<li>interessante Figurendynamiken &amp; Ideen<\/li>\n<li>hohes Ma\u00df an Konsistenz, trotz komplexer Charakterdesigns<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #275d43; padding: 3px; width: 50%;\" valign=\"top\">\n<ul>\n<li>wenig tiefgr\u00fcndige Figuren mit geringer Entwicklung<\/li>\n<li>seltener, aber schnell verblassender EDM-Soundtrack<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>\u00c4hnlich:<\/strong><\/span>&nbsp;Mirai Nikki, Darwin\u2019s Game<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":119,"featured_media":20195,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"episode_type":"","audio_file":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","filesize_raw":"","footnotes":""},"categories":[994],"tags":[1060,1065],"class_list":["post-13570","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anime-reviews","tag-61-bis-70","tag-wakanim"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13570"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24671,"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13570\/revisions\/24671"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20195"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}