{"id":13508,"date":"2020-08-02T18:32:09","date_gmt":"2020-08-02T16:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2020\/08\/02\/ersteindruck-komi-can-t-communicate-warum-kommunikation-das-a-und-o-ist\/"},"modified":"2024-01-09T21:13:39","modified_gmt":"2024-01-09T20:13:39","slug":"ersteindruck-komi-can-t-communicate-warum-kommunikation-das-a-und-o-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2020\/08\/02\/ersteindruck-komi-can-t-communicate-warum-kommunikation-das-a-und-o-ist\/","title":{"rendered":"Ersteindruck &#8211; \u00bbKomi can\u2019t communicate\u00ab \u2013 Warum Kommunikation das A und O ist"},"content":{"rendered":"<p><em>Warum immer auf eine Review nach Abschluss der Serie warten, wenn man sich schon nach der ersten Episode beziehungsweise dem ersten Band einen Eindruck bilden kann? Da setzt Ersteindruck an und gibt schon einmal einen Ausblick darauf, ob es sich lohnt, dem Anime oder Manga eine Chance zu geben, oder nicht.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<table style=\"width: 22%; margin-left: 2%; color: #111111;\" align=\"right\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #c375b5;\">\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; padding: 3px; text-align: center;\" colspan=\"2\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/komi-cant-communicate-cover-01.jpg\" alt=\"Komi can\u2019t communicate - Band 1\" width=\"100%\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\" width=\"33%\">Titel:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Komi can\u2019t communicate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\" width=\"33%\"><span>Genre:<\/span><\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Comedy, Slice of Life<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\" width=\"33%\">Mangaka:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Tomohito Oda<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\" width=\"33%\">Release:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Februar 2016 (JP)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\" width=\"33%\">B\u00e4nde:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">aktuell 18 in Japan<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\" width=\"33%\">Verlag:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">Tokyopop<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-right: 0px; padding: 3px; background-color: #e1bada;\" width=\"33%\">Preis:<\/td>\n<td style=\"border: 1px solid #613a5a; border-left: 0px; padding: 3px;\">6,99 \u20ac pro Band<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong><em>(Basis f\u00fcr diesen Ersteindruck ist der erste Band. Parallel zur Ver\u00f6ffentlichung des Beitrags stellten wir euch in <a href=\"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2017\/03\/05\/gewinnspiele\/\">einem Gewinnspiel<\/a> mit freundlicher Unterst\u00fctzung von <a href=\"https:\/\/www.tokyopop.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tokyopop<\/a> die Frage: Wie viele Freunde will Komi finden?)<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem aufrechten Gang und der Entwicklung der Sprache hob sich der Mensch von den Affen ab. Aus Lauten entstanden W\u00f6rter und nach Jahrtausenden entwickelten sich die unterschiedlichsten Sprachen. Wie wichtig die Kommunikation zwischen Menschen ist und welche Hindernisse sie f\u00fcr sch\u00fcchterne Menschen birgt, zeigt uns Tomohito Oda in seinem Werk. Doch ist das Ganze auch authentisch?<\/p>\n<p><em>(Zusammenfassung)<\/em><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Komi ist der absolute Star ihrer Schule: So sch\u00f6n und k\u00fchl, dass jeder sie aus der Ferne bewundert. Aber ihr neuer Mitsch\u00fcler Tadano findet heraus, dass der Schein ganz gewaltig tr\u00fcgt. Denn in Wahrheit f\u00fcrchtet Komi sich so sehr vor anderen Menschen, dass sie keinen Ton herausbekommt. Mit Tadanos Hilfe versucht sie, ihre \u00c4ngste zu \u00fcberwinden und ihren gro\u00dfen Traum zu erf\u00fcllen, 100 Freunde zu finden. Aber es gibt ein Problem, von dem die beiden noch nichts ahnen: An der Schule tummeln sich ausschlie\u00dflich exzentrische Charaktere \u2026<\/p>\n<p><small>Tokyopop<\/small><\/p><\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-top: 5px;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/plus.png\" alt=\"plus\" width=\"20\" border=\"0\" \/><span style=\"font-size: 16pt;\">&nbsp;Der Ursprung des Lachers (und ihrer Beziehung)<br \/><\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"width: 44%; float: left; margin-right: 2%;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/072.jpg\" alt=\"Komi can\u2019t communicate - Scan 1\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein schmaler Grat, mit jemandem zu lachen oder \u00fcber jemanden. So auch bei \u00bbKomi can\u2019t communicate\u00ab: Bringt uns die Nahbarkeit der Situationen aus Komis Schulleben zum Lachen oder ist es Komis absurdes Verhalten aufgrund v\u00f6lliger \u00dcberforderung? Da ist es schon ein bisschen schade, dass die Nebencharaktere nicht in dieser Tiefe dargestellt werden, denn Tomohito Oda beweist viel Feingef\u00fchl f\u00fcr Komis Lage. Jeder Tick hat seine eigene Schriftart, um Dinge wie Lautst\u00e4rke, Sprechtempo und Betonung \u201ch\u00f6rbar\u201c zu machen. Das klappt sehr gut und so bildet sich um Komi im Verlauf des ersten Bandes eine Gruppe, die Mitgef\u00fchl f\u00fcr die charakterlichen Schw\u00e4chen des jeweils anderen zeigt. Ein positiver Humor also.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eingef\u00e4delt hat das Tadano. Als Durchschnittstyp ist es eine gute Entscheidung, dass er sich im Hintergrund h\u00e4lt. Man kauft ihm ab, dass er will, dass Komis Traum, 100 Freunde zu finden, in Erf\u00fcllung geht, statt sie zu \u00e4ndern \u2013 ein wichtiger Unterschied! Trotz der gradlinigen Erz\u00e4hlstruktur: Die wenigen Szenen, wo er die Hauptrolle spielt, haben einen ganz leicht romantischen Touch \u2013 etwa, als er und Komi beim Kommunizieren ihrer Gedanken \u00fcber die Kreidetafel die Zeit vergessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Komi handelt es sich auf der anderen Seite ganz mangatypisch um einen zugespitzten Charakter, welcher so in der Realit\u00e4t nicht zu finden w\u00e4re. Mehr als nur einmal erinnert sie in ihrer K\u00f6rpersprache an eine scheue Katze. Sie sieht auch nicht nur rein zuf\u00e4llig aus wie Akira Tachibana aus \u00bbAfter the Rain\u00ab \u2013 auf der letzten Seite ist Komi in Tachibanas typischer Pose unter dem Regenschirm dargestellt. Viele weitere Anspielungen etwa auf die beliebte Mangareihe \u00bbDer Gourmet: Von der Kunst allein zu genie\u00dfen\u00ab lassen sich im Verlauf des ersten Bandes finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-top: 5px;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/mixed.png\" alt=\"Mixed\" width=\"20\" border=\"0\" \/><span style=\"font-size: 16pt;\">&nbsp;Kommunikation und dessen Hindernisse <br \/><\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"width: 44%; float: right; margin-left: 2%;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/073.jpg\" alt=\"Komi can\u2019t communicate - Scan 2\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Art und Weise, wie Tomohito Oda seine F\u00e4higkeiten als Mangaka nutzt, um Komis Kommunikationsprobleme darzustellen, ist auf mehreren Ebenen eine Schau. Erz\u00e4hlerisch setzt er dies durch zwei unterschiedliche Sichtweisen um \u2013 eine spiegelt die Au\u00dfenwirkung und eine die innere Gedankenwelt von Komi wider. So sieht man gleich zu Beginn wie Komi unterstrichen durch b\u00f6se Schatten unter den Augen den armen Tadano auf seine Avancen mit einem herabw\u00fcrdigen Blick straft, w\u00e4hrend sie innerlich vor Schreck zittert und sich kaum traut, ihn anzuschauen. Eine Art Humor, die an Manga wie \u00bbRelife\u00ab erinnert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inhaltlich folgt der Manga getreu der Maxime \u00bbMan kann nicht nicht kommunizieren\u00ab. Komis Verhalten wird st\u00e4ndig von ihrer Umwelt interpretiert. Dass ihre Mitsch\u00fcler hinter der soziophoben Sch\u00fclerin eine w\u00fcrdevolle Sch\u00f6nheit gottgleicher Natur vermuten, ist f\u00fcr den Leser genauso wenig glaubw\u00fcrdig, wie, dass der Lehrer Komis Angst, vor der Klasse eine Stelle aus dem Textbuch vorzulesen, als r\u00fccksichtsvolle Kritik an seiner Unterrichtsgestaltung versteht. Diese eskalierenden Situationen ziehen sich durch die einzelnen Kapitel.&nbsp;Dennoch wird sich bem\u00fcht, zu vermitteln, was Komis Kommunikationsangst ist und was sie eben nicht ist. Etwas, worin sich Leser mit \u00e4hnlichen Problemen sicher wiederfinden. Eine genaue Erl\u00e4uterung durch den Erz\u00e4hler w\u00e4re vor allem zur Abgrenzung mit den sozialen Ticks von Komis Mitsch\u00fclern durchaus hilfreich, aber das ist zumindest f\u00fcr Band 1 nicht weiter kriegsentscheidend.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-size: 16pt;\">Fazit: <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tomohito Oda schafft es, eine Geschichte aufzubauen, die sich einerseits ernsthaft mit der Kommunikationsangst und deren Hindernissen auseinandersetzt. Andererseits ist es eine unterhaltsame, lustige Geschichte, die seinen Witz nicht aus der Abwertung von Betroffenen zieht. <span style=\"text-align: justify;\">Ein bisschen mehr fachliche Einordnung h\u00e4tte sicherlich nicht geschadet, dies wird allerdings dadurch kompensiert, dass<\/span>&nbsp;Komis Verhalten sowohl von au\u00dfen als auch aus ihrer Perspektive dargestellt wird. Das schafft ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_filled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_halffilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rating_nonfilled.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/rezensionsexemplar_tokyopop.png\" alt=\"Rezensionsexemplar - Tokyopop\" width=\"100%\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum immer auf eine Review nach Abschluss der Serie warten, wenn man sich schon nach der ersten Episode beziehungsweise dem ersten Band einen Eindruck bilden kann? 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