{"id":13316,"date":"2019-08-11T15:27:54","date_gmt":"2019-08-11T13:27:54","guid":{"rendered":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2019\/08\/11\/on-tour-das-sind-die-erkenntnisse-aus-den-ehrengast-panels-der-animagic-2019\/"},"modified":"2023-12-17T23:09:26","modified_gmt":"2023-12-17T22:09:26","slug":"on-tour-das-sind-die-erkenntnisse-aus-den-ehrengast-panels-der-animagic-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anihabara.de\/index.php\/2019\/08\/11\/on-tour-das-sind-die-erkenntnisse-aus-den-ehrengast-panels-der-animagic-2019\/","title":{"rendered":"On Tour: Das sind die Erkenntnisse aus den Ehrengast-Panels der AnimagiC 2019"},"content":{"rendered":"<p><em>On Tour ist die Sammelkategorie f\u00fcr Reiseberichte von Teammitgliedern zu allen relevanten Conventions und Events, zu denen wir uns auf den Weg gemacht haben. Vielleicht ist ja auch etwas f\u00fcr euren n\u00e4chsten Ausflug dabei.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Gemeinsam mit deutschen, japanischen und internationalen Firmen l\u00e4dt die AnimagiC jedes Jahr jede Menge japanische Ehreng\u00e4ste nach Mannheim ins Rosengarten-Kongresszentrum ein. Wer dem Ruf folgt, h\u00e4lt neben Signierstunden meist ein Q&amp;A. Wir haben uns vier solche Q&amp;As f\u00fcr euch angesehen, Fragen gestellt und die wichtigsten Erkenntnisse daraus notiert.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16pt;\">The Promised Neverland<\/span><\/p>\n<hr style=\"margin-top: 10px;\" \/>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong>&nbsp;Mamoru Kanbe (Regisseur des Anime) und Kenta Suzuki (Aniplex-Produzent des Anime)<\/p>\n<p><em>(geschrieben von Dimbula)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" style=\"float: right; margin-left: 2%;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/neverland.jpg\" alt=\"The Promised Neverland\" width=\"40%\" \/>Mamoru Kanbe (\u00bbElfen Lied\u00ab) ist kein Unbekannter, wenn schaurige Stimmung und blutiges Geschehen im Vordergrund stehen sollen. Dieser Gedanke muss auch Kenta Suzuki und seinem Arbeitgeber, der Produktionsfirma Aniplex, gekommen sein, als er mit dem 57-j\u00e4hrigen Regisseur im Schlepptau und dem Animationsstudio CloverWorks im R\u00fccken als eine von vielen Firmen beim Shueisha-Verlag eine Pitch-Pr\u00e4sentation um die Umsetzungsrechte hielt, nachdem er den Hitmanga schon im \u00bbWeekly Sh\u014dnen Jump\u00ab verfolgte. Suzuki selbst hatte Kanbe zuvor lediglich den Manga in die Hand gedr\u00fcckt und gleich die Frage \u00bbWann machen wir den Anime?\u00ab gestellt, nachdem sein Interesse feststand \u2013 den Erfolg des Manga und den Druck dadurch realisierte Kanbe erst sp\u00e4ter. Viel Zuspruch gab&#8217;s vom Publikum allerdings f\u00fcr seine \u00c4nderungen im Vergleich zum Manga: Weniger Monologe lie\u00dfen Raum um die bedrohliche Stimmung in Bildern zu erz\u00e4hlen, Kameraeinstellungen wurden an die Positionierung von \u00dcberwachungskameras angelehnt und Isabellas Charakter erhielt neue Seiten, nachdem Kanbe glaubte, diese im Manga zu sehen. Ihre Schwangerschaft als Flashback nahm er dann allerdings hinaus \u2013 es h\u00e4tte das Pacing in den finalen Momenten der ersten Staffel gest\u00f6rt. Letztendlich macht der K\u00fcnstler aber einfach und denkt gar nicht so viel nach. Obwohl die Serie in Japan auch bei Sch\u00fclern beliebt ist, lautet die Devise deshalb: Keine R\u00fccksicht auf Verluste und so gruselig, wie es die Zensur im TV erlaubt!&nbsp;Bereits n\u00e4chstes Jahr geht es mit Staffel 2 weiter. \u00bbSeid gespannt auf mehr Action-Szenen\u00ab, \u00e4u\u00dferte sich Suzuki abschlie\u00dfend zu diesem Thema.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16pt;\">Goblin Slayer<\/span><\/p>\n<hr style=\"margin-top: 10px;\" \/>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong>&nbsp;Kumo Kagyu (Autor der Light-Novel), Kousuke Kurose (Zeichner des Manga), Takaharu Ozaki (Regisseur des Anime), Tsunaki Yoshikawa (Animation-Producer des Anime)<\/p>\n<p><em>(geschrieben von Dimbula)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" style=\"float: right; margin-left: 2%;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/goblinslayer.jpg\" alt=\"Goblin Slayer\" width=\"40%\" \/>Die Geschichte von \u00bbGoblin Slayer\u00ab beginnt wie f\u00fcr so viele Light-Novels auf einer Plattform, auf der User ihre selbstgeschriebenen Geschichten hochladen k\u00f6nnen. Beim \u00bbGA Bunko Grand Prix\u00ab hatte er mit dem Werk allerdings keinen Erfolg und auch nicht im darauffolgenden Jahr mit einem historischen Drama, weshalb man ihm riet, besser an \u00bbGoblin Slayer\u00ab weiterzufeilen, denn historische Dramen sind schwierig f\u00fcrs junge Publikum. Als Fan amerikanischer Comics&nbsp;<span style=\"text-align: justify;\">also&nbsp;<\/span><span style=\"text-align: justify;\">Batman und den Punisher <span style=\"text-align: justify;\">&nbsp;als Vorbild f\u00fcr den Goblin Slayer&nbsp;<\/span><\/span>genommen sowie die Namen der Fantasie der Zuschauer in Anlehnung an Pen-&amp;-Paper-Abenteuer wie \u00bbDungeons &amp; Dragons\u00ab \u00fcberlassen und weiter geht&#8217;s. Wenig sp\u00e4ter begann dann Yousuke Kurose seine Arbeit an der Manga-Umsetzung: Der junge Mangaka hatte gerade eine Serie beendet und \u00bbGoblin Slayer\u00ab aus verschiedenen Angeboten gew\u00e4hlt. Die Kampfszenen gehen ihm leicht von der Hand <span style=\"text-align: justify;\">\u2013 genauso wie Kagyu \u00fcbrigens, der neben Kampfszene auch besonders gerne die Szenen mit der Elfenbogensch\u00fctzin schreibt<\/span>: Kurose denkt dann einfach an Action-Movies, Finisher-Moves sowie Open Worlds wie \u00bbFar Cry\u00ab, \u00bbThe Elder Scrolls\u00ab und \u00bbThe Witcher\u00ab. Sowieso: \u00bbWas bei Berserk geht, geht auch bei mir\u00ab, meint Kurose. Seine Meinung teilt auch Ozaki: \u00bbWir haben im Team viel diskutiert, in wie weit wir uns selbst zensieren m\u00fcssen. Ich mochte aber vor allem die Charaktere und das menschliche Drama in dem Werk, weshalb wir uns entschieden, \u00fcber die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Gewalt etwas Positives wie Freundschaft und Bindung zu erz\u00e4hlen\u00ab. Produzent Yoshikawa erg\u00e4nzte: \u00bbDer Generationswechsel gibt den Kreativen mehr Freiheit in Bezug auf Gewalt als gestalterisches Mittel\u00ab. Letztendlich war nicht der Autor, sondern Ozaki schwierig f\u00fcr das Animationsteam: \u00bbStatt 3 bis 4 Anmerkungen standen in meinen Storyboards meist 12 Anmerkungen. Ich habe versucht, mich in die Rolle eines Kameramanns am Set von Tarantino-Filmen, \u00bbMad Max\u00ab oder Sam Raimis \u00bbSpider-Man\u00ab zu versetzen, um diese weiten Kameraeinstellungen in die K\u00e4mpfen zu entwickeln. Den Sword-Maiden-Ark haben wir letztendlich deswegen vor den Angriff auf die Farm gezogen, damit wir die erste Staffel damit beenden k\u00f6nnen\u00ab. Das Beeindruckende f\u00fcr Ozaki war dabei, dass der junge Autor bei all den Referenzen auf alte Filmklassiker trotzdem mitdiskutieren konnte und Mangaka Kurose stieg w\u00e4hrend des Panels gleich mit ein: \u00bbIch habe mich f\u00fcr meine Kampfszenen an John Wick orientiert\u00ab.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16pt;\">Overlord<\/span><\/p>\n<hr style=\"margin-top: 10px;\" \/>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong>&nbsp;Kugane Maruyama (Autor der Light-Novel), so-bin (Illustrator der Light-Novel), Yukie Sugawara (Drehbuch des Anime) und Minoru Ashina (Regisseur: \u00bbOverlord: Ple Ple Pleiades\u00ab)<\/p>\n<p><em>(geschrieben von Yaku)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" style=\"float: right; margin-left: 2%;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/overlord.jpg\" alt=\"Overlord\" width=\"40%\" \/>Gerade erst als Gesamtausgabe erschienen, startete das Panel mit einem Screening der ersten Folge der zweiten Staffel im deutschen Synchrongewand, bevor die G\u00e4ste ein wenig von sich und nat\u00fcrlich \u00fcber die Arbeit an \u00bbOverlord\u00ab erz\u00e4hlten: Die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung des Panels war wom\u00f6glich die Bekanntgabe, dass sich eine vierte Staffel der Anime-Serie in Produktion befinde. Genauere Angaben wurden aber nicht gemacht.&nbsp;Dar\u00fcber hinaus wurde viel \u00fcber die Produktion der Serie und die Herausforderungen eines solchen Werkes geredet: In der ersten Staffel drehte sich noch alles um Ainz Ooal Gown. Man wollte sich erst danach in Staffel 2 und 3 st\u00e4rker um die Welt k\u00fcmmern, in der die Serie spielt. In Staffel 1 brachte sich vor allem Kugane Maruyama noch st\u00e4rker ein und das Team entdeckte viele Szenen, wo noch einmal Hand angelegt werden musste. Wenn Ainz Ooal Gown zum Beispiel eins statt zwei H\u00f6rnern in den H\u00e4nden trug. Kleiner Fun-Fact: Staffel 2 und 3 wurden zeitgleich produziert und aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage der Fans letztendlich in ebenjene zwei Staffeln geteilt, damit die Fans nicht so lange auf weiteres Material warten m\u00fcssen. Yukie Sugawara wollte sich mit der Serie selber beweisen, dass sie ein solches Projekt zum ersten Mal in der Rolle der leitenden Drehbuchschreiberin und noch dazu die Umsetzung einer Light-Novel gestemmt bekommt. Auf die Frage, was besonders schwer gewesen sei, antwortete sie, dass man darauf achten m\u00fcsse, alle Sub-Plots gleichwertig zur Haupthandlung in die Geschichte einzubauen.&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16pt;\">Rascal Does Not Dream of Bunny Girl Senpai<\/span><\/p>\n<hr style=\"margin-top: 10px;\" \/>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong> Soichi Masui (Regisseur des Anime), Kazuya Kita (Animation-Producer des Anime) und Shuko Yokoyama (Aniplex-Produzentin des Anime)<\/p>\n<p><em>(geschrieben von Dimbula)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" style=\"float: right; margin-left: 2%;\" src=\"https:\/\/anihabara.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/bunnygirl.jpg\" alt=\"Rascal Does Not Dream of Bunny Girl Senpai\" width=\"40%\" \/>Dass die Geschichte von \u00bbRascal Does Not Dream of Bunny Girl Senpai\u00ab mit dessen metaphorischer Darstellung von pubert\u00e4ren Problemen weltweit verstanden wird, kommt laut Aniplex-Produzentin Shuko Yokoyama vor allem durch den Erfolg des Mediums Anime und dem Interesse seiner Konsumenten an Anime-Kultur. Das w\u00e4re vor 15 Jahre ganz anders gewesen! Insgesamt vier Firmen haben um das Werk von Hajime Kamoshida gebuhlt und Aniplex gewann letztendlich mit dem Plan, die ersten f\u00fcnf Novels als Serie und Band 6 und 7, welche mit Selbstverwirklichung ein schweres Thema anschlagen, als Animefilm umzusetzen. Hajime Kamoshida (\u00bbThe Pet Girl of Sakurasou\u00ab) ist auch kein Unbekannter und arbeitete bereits als Drehbuchschreiber an Anime-Produktionen mit. Seinen Rat bei der Pr\u00e4sentation, wie seine Charaktere aus den verschiedensten Blickwinkeln aussehen, h\u00f6rte man entsprechend gern. Um die Probleme des Erwachsenwerdens umzusetzen, stellte sich Regisseur Soichi Masui auf der anderen Seite immer wieder \u00e4hnliche Situationen vor, wie er sie als Sch\u00fcler oder Erwachsener erlebte. \u00bbVor allem die allt\u00e4glichen, kleinen Bewegungen sind f\u00fcr Serien wie diese besonders wichtig\u00ab, meint er. Das Bunny-Girl-Visual selbst sei dann blo\u00df noch \u00bbeine Falle f\u00fcr junge Herren\u00ab aus Marketinggr\u00fcnden, denn die Geschichte sei stark genug, dass die Zuschauer die Serie auch weiterverfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>On Tour ist die Sammelkategorie f\u00fcr Reiseberichte von Teammitgliedern zu allen relevanten Conventions und Events, zu denen wir uns auf den Weg gemacht haben. 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